Die SGLG

Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein lebte und arbeitete die Mehrheit der Bevölkerung auf dem Land. Die 2009 gegründete Schweizerische Gesellschaft für ländliche Geschichte (SGLG) will dieser Bedeutung Rechnung tragen. Sie fördert die Auseinandersetzung mit der ländlichen Geschichte, vernetzt Forschende epochenübergreifend und dient als Ansprechpartnerin für internationale Institutionen.

Zielsetzungen

Die SGLG
• koordiniert und vertritt die Anliegen der Forschenden zur ländlichen Geschichte;
• arbeitet epochenübergreifend;
• integriert die unterschiedlichen inhaltlichen, methodischen und disziplinären Zugänge;
• wirkt als Plattform für den Austausch zwischen unterschiedlichen Institutionen (Archive,
Fachvereine, Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Kantonalvereine, Museen
etc.);
• vernetzt die Akteure auf der lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Ebene;
• bildet eine Schnittstelle zu den potentiellen Nachfragern ländlicher Geschichte aus Kultur, Politik, Verwaltung und Wirtschaft.

Vorstand

Martin Stuber

In der langen Geschichte der kollektiven Wälder und Weiden interessieren mich die vielfältigen Formen der Nachhaltigkeit, die uns bei der Suche nach neuen Wegen in die Zukunft inspirieren.

Co-Präsident
Dr. Martin Stuber Historisches Institut der Universität Bern

Rahel Wunderli

Bei meiner Beschäftigung mit ländlicher Geschichte bin ich dem 'Dazwischen' auf der Spur. Dem, was zwischen Menschen oder in der Interaktion von Mensch, Pflanze und Tier geschieht. Der Qualität und Textur dieser Beziehungen damals und heute.

Co-Präsidentin
Dr. Rahel Wunderli Institut «Kulturen der Alpen», Altdorf / Historisches Institut der Universität Bern

Simona Boscani

Je suis intéressée à approfondir le lien entre histoire agraire/rurale, histoire des savoirs et de l’environnement, en étant persuadée qu’une convergence de ces disciplines peux ammener à des nouveaux questionnements.

Prof. Dr. Simona Boscani Leoni Section d’histoire de l’Université de Lausanne / Historisches Institut der Universität Bern

Nathalie Büsser

Dr. Nathalie Büsser Historisches Institut der Universität Zürich / Appenzeller Volkskunde Museum Stein AR

Chantal Camenisch

Ich forsche zu Klima und Klimafolgen im Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Die landwirtschaftliche Produktion, klimabedingte Missernten und die Verbreitung von Kulturpflanzen nehmen in meiner Forschung einen grossen Stellenwert ein.

Dr. Chantal Camenisch Historisches Institut der Universität Bern

Portrait Yann Decorzant

L’histoire rurale est un élément central dans mes activités au Centre régional d’études des populations alpines (CREPA), basé à Sembrancher, dans une vallée latérale du Valais, et qui fait des recherches en sciences humaines sur la région. Photo: Aline Fournier

Dr. Yann Decorzant Centre régional d’études des populations alpines (CREPA), Sembrancher

Madline Favre

Dans ma thèse, j’explore les connaissances et pratiques de santé des populations rurales et alpines en interrogeant les interactions entre médecine et religion. Je travaille sur la région du Valais romand au 18e siècle.

Madline Favre Section d’histoire de l’Université de Lausanne

Sandro Guzzi S

Dans mes recherches sur les sociétés alpines je suis intéressé surtout à comprendre les comportements, les logiques sociales et les cultures vécues de toutes les strates de la population, notamment des groupes populaires, des paysan-ne-s, des femmes ainsi que des hommes.

PD Dr. Sandro Guzzi-Heeb Section d’histoire de l’Université de Lausanne

Arno Haldemann

In meiner Forschung setze ich mich mit dem taktischen Verhalten ländlicher Bevölkerungsteile auseinander, die mit obrigkeitlichen Normen und Herrschaftspolitik in Auseinandersetzung treten, z.B. in Bezug auf Ehe oder religiöse Praktiken.

Dr. Arno Haldemann Universität Basel, Departement Geschichte

Luigi Lorenzetti
La modernità industriale ha a lungo confinato la ruralità alpina in uno spazio di residualità e di dipendenza economica, sociale e culturale. Dalla montagna e dalla sua storia possono però giungere molte risposte alle attuali sfide ambientali e della sostenibilità economica e sociale.

Prof. Dr. Luigi Lorenzetti Laboratorio di Storia delle Alpi (LabiSAlp), Università della Svizzera italiana, Mendrisio

Alessandro Ratti
Mi focalizzo su storia moderna religiosa, politica e sociale delle Alpi, Ticino in particolare, ora con la tesi sulle confraternite devozionali. Sono archivista, guida escursionistica e in formazione quale guida di montagna.
Alessandro Ratti Section d’histoire de l’Université de Lausanne

Ehemalige Vorstandsmitglieder

  • PD Dr. Matthias Bürgi, Forschungsanstalt WSL Birmensdorf (Vorstand: 2009-2016)

  • Dr. Daniel Flückiger, Agriquali, Schweizerischer Bauernverband (Vorstand: 2009-2014)

  • Prof. em. Dr. Anne-Lise Head-König, Université de Genève (Vorstand: 2009-2020)

  • Dr. Peter Moser, Archiv für Agrargeschichte (Präsident: 2009-2019)

  • Dr. Katrin Rieder, Kulturprojekte (Vorstand: 2013- 2019)

  • Prof. Dr. Stefan Sonderegger, Universität Zürich / Ortsbürgergemeinde St. Gallen (Vorstand: 2009-2021)

Mitgliedschaft

Als Mitglied der SGLG erhalten Sie regelmässig den Newsletter und haben Zugang zu Veranstaltungen und Angeboten.

Kontakt

Société suisse d’histoire rurale (SSHR)
Schweizerische Gesellschaft für ländliche Geschichte (SGLG)
Società svizzera di storia rurale (SSSR)

Dr. Martin Stuber / Dr. Rahel Wunderli
Historisches Institut der Universität Bern
Länggassstrasse 49
CH-3012 Bern
 
martin.stuber@hist.unibe.ch

rahel.wunderli@hist.unibe.ch

 

Newsletter

Alessandro Ratti / Lucas Rappo

Section d'histoire
Quartier UNIL-Chamberonne
Bâtiment Anthropole 5190
CH - 1015 Lausanne

alessandro.ratti@unil.ch

lucas.rappo@unil.ch

Statuten

Statuten

Art. 1

Unter dem Namen „Schweizerische Gesellschaft für ländliche Geschichte“ (SGLG) besteht gemäss Art. 60 ZGB mit Sitz in Bern ein Verein zur Förderung der Erforschung der ländlichen Gesellschaft. Die Vereinigung vertritt und koordiniert die Anliegen der Forschenden zur ländlichen Gesellschaft vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Dabei verfolgt sie einen interdisziplinären Ansatz. Die SGLG fördert insbesondere junge Forschende in der Schweiz und dient als Verbindungsglied zu Organisationen und Institutionen im In- und Ausland.

 

Zu den Haupttätigkeiten der SGLG gehört auch

  • die Organisation von Tagungen und Workshops

  • die Publikation von Forschungsresultaten

  • der Unterhalt einer Interaktiven Bibliographie zur ländlichen Geschichte

  • die Sicherung und Erschliessung einschlägiger Quellen

  • die Förderung einer Auseinandersetzung mit ländlicher Geschichte an Universitäten, Fachhochschulen und anderen Bildungsinstitutionen


Der Verein hat gemeinnützigen Charakter und strebt keinen Gewinn an.


Art. 2

Der Verein besteht aus Einzel- und Kollektivmitgliedern. Einzelmitglieder sind natürliche Personen, die einen Jahresbeitrag von mindestens Fr. 50.– bezahlen. Kollektivmitglieder sind Körperschaften, Firmen, Verbände und Behörden, die einen Jahresbeitrag von mindestens Fr. 100.– bezahlen.


Art. 3

Die finanziellen Mittel des Vereins bestehen aus

  • Mitgliederbeiträgen

  • Beiträgen von Organisationen, Behörden etc.

  • Spenden von Gönnern und Gönnerinnen


Art. 4

Die Organe des Vereins sind:

  • die Generalversammlung

  • der Vorstand

  • die Rechnungsrevisoren


Art. 5

Die Vereinsversammlung ist einmal pro Jahr auf ein vom Vorstand bestimmtes Datum einzuberufen. Kollektivmitglieder haben an der Vereinsversammlung eine Stimme. Die Einladungen haben mindestens 3 Wochen vor dem Zusammentritt der Vereinsversammlung schriftlich oder elektronisch zu erfolgen.


Art. 6

Der Vereinsversammlung kommen folgende Aufgaben zu:

  • Abnahme des Jahresberichts und der Jahresrechnung

  • Wahl des Vorstandes

  • Revision der Statuten

  • Behandlung von Anträgen

  • Wahl eines Rechnungsrevisors oder einer Rechnungsrevisorin


Art. 7

Der Vorstand besteht aus wenigstens 5 von der Vereinsversammlung auf die Dauer von 3 Jahren gewählten Mitgliedern.


Art. 8

Der Vorstand organisiert sich selbst. Der Präsident oder die Präsidentin führt rechtsverbindlich Unterschrift.


Art. 9

Der Verein orientiert seine Mitglieder, Gönner und die Öffentlichkeit mit einem Jahresbericht über seine Tätigkeit.


Art. 10

Für Verpflichtungen des Vereins haftet ausschliesslich das Vereinsvermögen.


Art. 11

Die Auflösung des Vereins kann nur mit Dreiviertelmehrheit der an der Vereinsversammlung anwesenden Mitglieder beschlossen werden. Im Falle einer Auflösung werden Gewinn und Kapital einer anderen wegen Gemeinnützigkeit oder öffentlichem Zweck steuerbefreiten juristischen Person mit Sitz in der Schweiz zugewendet.

 

Beschlossen an der Gründungsversammlung vom 13. Mai 2009 in Bern und Revision genehmigt an der Jahresversammlung vom 30. Oktober 2010 in Sion.